Wenn plötzlich Rauch aufsteigt
Wenn es plötzlich schmort
Draussen Regen.
Drinnen Alltag.
Und dann plötzlich Schmorgeruch.
Kurz darauf Rauch.
Sicherung raus.
Mein erster Gedanke:
Na wunderbar. Genau das hat noch gefehlt.
Eigentlich war es nur ein Föhn.
Aber manchmal passt so ein kleiner Zwischenfall erstaunlich gut zu dem, wie sich die letzten Tage ohnehin schon angefühlt haben.
Nicht dramatisch.
Nicht katastrophal.
Einfach: viel.
Viele kleine Dinge gleichzeitig. Wenig Schlaf. Organisieren. Verantwortung. Gedanken, die weiterlaufen, obwohl man eigentlich längst Feierabend hätte.
Und dann eben noch ein bisschen Rauch dazu.
Was mich daran beschäftigt hat:
Oft warten wir auf die grossen Warnzeichen.
Dabei kündigt sich Überlastung viel früher an.
Nicht unbedingt laut.
Vielleicht nur durch Ungeduld.
Innere Unruhe.
Vergesslichkeit.
Das Gefühl, schon bei Kleinigkeiten genervt zu sein.
Oder den Gedanken: Bitte nicht noch etwas.
Vielleicht ist genau das der Moment, genauer hinzuhören.
Nicht erst, wenn wirklich etwas durchbrennt.
Sondern dann, wenn es anfängt zu schmoren.